Stell dir vor, du suchst nach einem Planeten und findest stattdessen etwas ganz anderes. Forschende haben einen Stern genau beobachtet und dabei eine spannende Entdeckung gemacht.
Hast du schon mal von dem Stern 42 Draconis gehört? Das ist ein riesiger Stern, der weit weg von uns im Weltraum steht. Forschende haben ihn lange beobachtet, weil sie dachten, dass es dort einen Planeten gibt. Sie haben viele Messungen gemacht, um herauszufinden, ob dieser Planet wirklich existiert.
Was die Forschenden herausgefunden haben
Die Forschenden haben herausgefunden, dass es keinen Planeten um den Stern 42 Draconis gibt. Stattdessen haben sie festgestellt, dass der Stern selbst sich auf eine besondere Weise bewegt. Diese Bewegungen sehen aus wie die Signale, die man von einem Planeten erwarten würde. Es gibt zwei verschiedene Perioden, in denen sich der Stern bewegt, und diese Bewegungen können leicht mit den Signalen eines Planeten verwechselt werden.
Wie haben sie das gemacht?
Um das herauszufinden, haben die Forschenden über 15 Jahre lang genaue Messungen gemacht. Sie haben die Geschwindigkeit des Sterns gemessen, wie er sich auf uns zu und von uns weg bewegt. Diese Messungen haben sie mit einer Methode namens Periodogramm-Analyse untersucht. Außerdem haben sie die Form der Lichtlinien des Sterns und die Helligkeit des Sterns in verschiedenen Farben gemessen. All diese Daten haben sie dann miteinander verglichen.
Warum ist das wichtig?
Diese Entdeckung ist wichtig, weil sie zeigt, dass nicht alle Signale, die wir von Sternen bekommen, von Planeten stammen müssen. Manchmal sind es die Sterne selbst, die sich auf besondere Weise bewegen. Das bedeutet, dass wir bei der Suche nach Planeten um andere Sterne sehr genau hinsehen müssen. Wenn wir das nicht tun, könnten wir fälschlicherweise denken, dass es dort Planeten gibt, wo es in Wirklichkeit keine gibt.
Du willst mehr über die Studie wissen?
Die Forschenden, die diese Entdeckung gemacht haben, heißen Artie P. Hatzes, Volker Perdelwitz, Marie Karjalainen, Jana Köhler und Michael Hartmann. Sie haben ihre Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht.