Die Reise des Lichts: Wie Forscher die Ausdehnung des Universums messen

Stell dir vor, du könntest die Ausdehnung des Universums direkt beobachten. Forschende haben herausgefunden, wie das möglich ist.

Hast du schon mal von der Rotverschiebung gehört? Das ist ein Phänomen, bei dem das Licht von weit entfernten Sternen und Galaxien, wenn es zu uns auf die Erde reist, länger wird. Das passiert, weil sich das Universum ausdehnt. Stell dir vor, du bläst eine Luftballon auf. Die Punkte auf dem Ballon entfernen sich voneinander, genau wie die Galaxien im Universum.

Was die Forschenden herausgefunden haben

Die Forschenden haben herausgefunden, dass diese Rotverschiebung nicht nur konstant ist, sondern sich auch verändert. Diese Veränderung nennt man Rotverschiebungsdrift. Sie haben festgestellt, dass diese Drift durch Ungleichmäßigkeiten im Universum beeinflusst werden kann. In extremen Fällen kann diese Beeinflussung genauso stark sein wie das eigentliche Signal, das wir messen wollen. Das ist besonders wichtig für Beobachtungen, die nahe am Universum stattfinden.

Wie haben sie das gemacht?

Um das herauszufinden, haben die Forschenden ein spezielles Programm namens „gevolution“ verwendet. Dieses Programm kann die Bewegung von Milliarden von Sternen und Galaxien im Universum simulieren. Sie haben das Licht von zwei verschiedenen Zeitpunkten verfolgt und so die Rotverschiebungsdrift direkt gemessen. Außerdem haben sie 10 verschiedene Beobachter betrachtet, um herauszufinden, wie unterschiedlich die Messungen sein können.

Warum ist das wichtig?

Diese Forschung ist wichtig, weil sie uns hilft, die Ausdehnung des Universums besser zu verstehen. Mit neuen Teleskopen wie dem Square Kilometre Array und dem Extremely Large Telescope können wir diese Messungen in der Zukunft durchführen. Das hilft uns nicht nur, die Hintergrundausdehnung des Universums zu messen, sondern auch mehr über die Bewegungen und Beschleunigungen in Galaxienhaufen zu erfahren.

Du willst mehr über die Studie wissen?

Die Forschenden, die diese Entdeckungen gemacht haben, sind Alexander Oestreicher, Chris Clarkson, Julian Adamek und Sofie Marie Koksbang. Ihre Arbeit wurde im Jahr 2025 veröffentlicht.

Zum Original-Paper auf ArXiv