Stell dir vor, du könntest herausfinden, wie Dinge passieren, ohne alles genau zu wissen. Foschende haben eine Methode entwickelt, die genau das kann.
Hast du schon mal von Zufallsprozessen gehört? Das sind Dinge, die passieren, ohne dass wir genau wissen, wie sie ablaufen. Zum Beispiel, wie ein Spiel endet oder wie ein Computerprogramm funktioniert. Foschende haben eine neue Methode entwickelt, um solche Prozesse zu verstehen. Sie nennen es „statistische Prozessentdeckung“.
Was die Forschenden herausgefunden haben
Die Foschende haben herausgefunden, dass man mit Hilfe von Simulationen und statistischen Methoden die Abläufe von Prozessen besser verstehen kann. Sie haben eine Art „Sprachmodell“ entwickelt, das die Zufälligkeit der Prozesse nachahmt. Das bedeutet, sie können vorhersagen, wie ein Prozess wahrscheinlich abläuft, auch wenn sie nicht alle Details kennen. Sie haben ihre Methode an echten Beispielen getestet, wie zum Beispiel bei der Analyse von Computerprogrammen.
Wie haben sie das gemacht?
Die Foschende haben eine Kombination aus Simulationen und statistischen Methoden verwendet. Sie haben ein Modell erstellt, das die Zufälligkeit der Prozesse nachahmt. Dann haben sie dieses Modell mit echten Daten verglichen, um zu sehen, wie gut es passt. Dabei haben sie eine Art „Bayes’sche Parameterinferenz“ verwendet, um das beste Modell zu finden. Das bedeutet, sie haben immer wieder simuliert und die Ergebnisse mit den echten Daten verglichen, bis das Modell gut genug war. So konnten sie auch große und komplexe Prozesse analysieren, die mit anderen Methoden zu lange dauern würden.
Warum ist das wichtig?
Diese Methode ist wichtig, weil sie hilft, komplexe Prozesse besser zu verstehen. Zum Beispiel können Unternehmen ihre Abläufe verbessern, indem sie wissen, wie wahrscheinlich bestimmte Ereignisse eintreten. Auch in der Medizin könnte man so besser verstehen, wie Krankheiten verlaufen. Und in der Informatik können Programme effizienter gemacht werden, wenn man weiß, wie sie wahrscheinlich reagieren.
Du willst mehr über die Studie wissen?
Die Foschenden, die diese Methode entwickelt haben, heißen Pierre Cry, Paolo Ballarini, András Horváth und Pascale Le Gall. Sie haben ihre Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht. Die Quelle ist „Statistical process discovery“ von Pierre Cry, Paolo Ballarini, András Horváth und Pascale Le Gall, veröffentlicht am 30. April 2025.