Der große Wechsel: Wie Banken ihre Zinsen neu berechnen

Stell dir vor, du tauschst deine Lieblingsmünze gegen eine neue. Was passiert dann mit deinem Taschengeld?

Hast du schon mal von EONIA gehört? Das ist ein Zinssatz, den Banken in Europa verwenden, um sich gegenseitig Geld zu leihen. Doch dieser Zinssatz wird bald durch einen neuen ersetzt, den ESTR. Das klingt vielleicht langweilig, aber es hat große Auswirkungen auf die Finanzwelt.

Was die Forschenden herausgefunden haben

Die Forschenden Marco Bianchetti und Marco Scaringi haben herausgefunden, dass der Wechsel von EONIA zu ESTR die Berechnung von Zinsen in der Finanzwelt verändern wird. Sie haben gezeigt, dass die neue Methode, die „saubere Abzinsung“ genannt wird, theoretisch gut funktioniert und nur kleine Auswirkungen auf die Berechnungen hat. Das bedeutet, dass Banken ihre Zinsen neu berechnen können, ohne große Probleme zu bekommen.

Wie haben sie das gemacht?

Um das herauszufinden, haben die Forschenden viele Berechnungen gemacht. Sie haben untersucht, wie sich der Wechsel auf verschiedene Finanzinstrumente auswirkt, wie OIS, IRS und XVAs. Diese Instrumente sind so etwas wie die Werkzeuge, die Banken verwenden, um Geld zu leihen und zu verleihen. Sie haben auch geprüft, wie die neue Methode in der Praxis angewendet werden kann, zum Beispiel bei Verträgen, die über eine zentrale Stelle abgewickelt werden oder bei Verträgen zwischen zwei Banken.

Warum ist das wichtig?

Der Wechsel von EONIA zu ESTR ist wichtig, weil er die Finanzwelt sicherer und konsistenter macht. Banken können so sicherstellen, dass sie ihre Zinsen korrekt berechnen und keine Probleme bekommen, wenn EONIA Ende 2021 nicht mehr verwendet wird. Das ist wichtig, weil es die Stabilität der Finanzmärkte sichert und sicherstellt, dass das Geld, das du auf deinem Sparbuch hast, sicher bleibt.

Du willst mehr über die Studie wissen?

Die Forschenden Marco Bianchetti und Marco Scaringi haben diese wichtigen Erkenntnisse gewonnen. Ihre Arbeit wurde im Jahr 2025 veröffentlicht.

Zum Original-Paper auf ArXiv