Kreativität im Ingenieurwesen: Wie man Ideen messen kann

Stell dir vor, du könntest die Kreativität von Ingenieuren messen. Forschende haben ein neues Werkzeug entwickelt, um genau das zu tun.

Hast du schon mal von Kreativität im Ingenieurwesen gehört? Ingenieure sind nicht nur die Leute, die Brücken und Autos bauen. Sie müssen auch sehr kreativ sein, um neue und praktische Lösungen für Probleme zu finden. Doch wie misst man Kreativität? Das ist gar nicht so einfach.

Was die Forschenden herausgefunden haben

Forschende haben ein neues Werkzeug namens Engineering Creativity Assessment Tool, kurz ECAT, entwickelt. Mit diesem Werkzeug können sie die Kreativität von Ingenieurstudierenden messen. Sie haben es an 199 Studierenden getestet, die eine praktische Aufgabe lösen mussten. Dabei haben sie festgestellt, dass Kreativität in vier Bereiche unterteilt werden kann: Fluency, Originalität, kognitive Flexibilität und kreative Stärken. Fluency bedeutet, wie viele Ideen jemand hat. Originalität zeigt, wie einzigartig die Ideen sind. Kognitive Flexibilität ist die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Denkweisen zu wechseln. Kreative Stärken sind die besonderen Talente, die jemand hat.

Wie haben sie das gemacht?

Um das ECAT zu testen, haben die Forschenden eine praktische Aufgabe entwickelt, bei der die Studierenden etwas bauen mussten. Fünf geschulte Beurteiler haben dann die Ergebnisse mit dem ECAT bewertet. Sie haben auch andere Tests, wie den Torrance Test of Creative Thinking, verwendet, um zu sehen, ob das ECAT wirklich gut funktioniert. Dabei haben sie herausgefunden, dass das ECAT sehr zuverlässig und genau ist.

Warum ist das wichtig?

Das ECAT ist wichtig, weil es Lehrenden hilft, die Kreativität ihrer Studierenden besser zu verstehen und zu fördern. Es gibt ihnen konkrete Rückmeldungen, wie sie ihre Studierenden unterstützen können. Das kann dazu beitragen, dass mehr innovative Lösungen entwickelt werden. Zum Beispiel könnten Ingenieure mit Hilfe des ECAT neue Technologien entwickeln, die unser Leben verbessern.

Du willst mehr über die Studie wissen?

Die Forschenden hinter dieser Studie sind Zeynep G Akdemir-Beveridge, Arash Zaghi und Connie Syharat. Quelle: „Understanding and Evaluating Engineering Creativity: Development and Validation of the Engineering Creativity Assessment Tool (ECAT)“

Zum Original-Paper auf ArXiv