Touristenströme und Tierwelt in Gefahr

Stell dir vor, dein Urlaub könnte die Natur in Gefahr bringen. Forschende haben herausgefunden, wie Tourismus die Tierwelt beeinflusst.

Stell dir vor, du bist in den Ferien und reist in ein fernes Land. Du siehst wunderschöne Tiere und Pflanzen, die es bei dir zu Hause nicht gibt. Doch was, wenn dein Besuch diese Tiere und Pflanzen in Gefahr bringt? Forschende haben sich genau das gefragt und herausgefunden, wie Tourismus die Natur beeinflusst.

Was die Forschenden herausgefunden haben

Die Forschenden haben herausgefunden, dass Tourismus die Tier- und Pflanzenwelt in vielen Ländern gefährdet. Wenn immer mehr Menschen in ein Land reisen, steigt auch das Risiko, dass seltene Tiere und Pflanzen bedroht werden. Das passiert nicht nur im Urlaubsland selbst, sondern auch in den Nachbarländern. Es gibt sogar eine Art „Nachwirkungen-Effekt“, bei dem die Auswirkungen des Tourismus erst später sichtbar werden.

Wie haben sie das gemacht?

Um das herauszufinden, haben die Forschenden einen „Biodiversitäts-Risiko-Index“ für 155 Länder und Regionen von 2001 bis 2019 erstellt. Das bedeutet, sie haben gemessen, wie stark die Tier- und Pflanzenwelt in diesen Ländern gefährdet ist. Dann haben sie untersucht, wie sich der Tourismus auf diesen Index auswirkt. Sie haben auch geschaut, wie verschiedene Arten von Tourismus und verschiedene Urlaubsziele die Natur beeinflussen.

Warum ist das wichtig?

Das ist wichtig, weil wir verstehen müssen, wie unser Verhalten die Natur beeinflusst. Wenn wir wissen, dass Tourismus die Tier- und Pflanzenwelt gefährdet, können wir Maßnahmen ergreifen, um das zu verhindern. Zum Beispiel können Regierungen Regeln aufstellen, die den Tourismus umweltfreundlicher machen. Auch internationale Hilfe kann dabei unterstützen, die Natur zu schützen.

Du willst mehr über die Studie wissen?

Die Forschenden hinter dieser Studie sind Yingtong Chen, Fei Wu, Dayong Zhang und Qiang Ji. Der Artikel „International Tourism and Global Biodiversity Risks“ wurde 2025 veröffentlicht.

Zum Original-Paper auf ArXiv